Ruhetag in Aix-les-Bains

Aktuelles vom 26.06.2016


Zum Ende eines sehr gelungenen Ruhetages in Aix-les-Bains, hier die Geschichte von unserem Mario und wie er zu Besi&Friends kam, vielen Dank für den ergreifenden Bericht!

Nachdem ich 2012 die Diagnose MS erhalten habe, brach erstmal für mich die Welt zusammen. Da ich als Zivildienstleistender einen MS kranken begleitet habe, dachte ich der Rollstuhl ist nicht mehr weit!

Sport war für mich immer schon ein wichtiger Ausgleich in meinem Leben sei es Squash, Surfen, Snowboarden, Boxen u.s.w. irgendwie hab ich mich ja auch darüber definiert und wenn ich Stress hatte bin ich 5 Km laufen gegangen und wenn ich immer noch Stress hatte nochmal 5 Km und all das ging jetzt nicht mehr und kommt wohl auch nicht wieder.


Meine Frau erzählte mir dann von einem Typ der MS hat und mit dem Fahrrad durch Kanada fährt; „hab ich Dir aufgenommen“. Da ich so mit mir und auch meinem Selbstmitleid beschäftigt war dachte ich nur „Ja, ja, irgend ein Idiot auf dem Reiserad“.
Wochen später rief mich dann mein Bester Freund an und erzählte mir das gleiche und ich dachte - okay sieh es Dir mal an.
(War natürlich schon gelöscht, mussten wir in der Mediathek suchen) Als ich es dann gesehen habe war ich sehr beeindruckt wie jemand mit MS noch so Fahrrad fahren kann. Und irgendwann hab ich an Besi Geschrieben und er hat geantwortet.
So kam es, das ich jetzt hier dabei bin und am Berg einen richtigen Händebahnhof auf meinem rücken habe der mir hilft rüber zu kommen.

Hier nochmal der Brief von damals:

Hallo Andreas,
ich wollte Dir schon lange mal schreiben und sagen dass Du mir viel Mut gemacht hast mit Deinem "Rad statt Rollstuhl".
Als ich vor 3 Jahren die Diagnose MS bekam brach natürlich obwohl ich schon seit 2008 nicht mehr Joggen, u.s.w kann eine Welt zusammen. Da ich immer viel Sport gemacht habe konnte ich nachdem mir meine Freundin von Dir und Deinem Projekt in Kanada berichtet hat immer sagen ich kann wenigstens noch Fahrrad fahren. Da ich jetzt auch meinen Beruf als Schauspieler aufgeben musste hat mir der Gedanke an Fahrradfahren und da ich auch nicht mehr am Theater arbeite mehr Zeit für Radfahren habe viel Halt und eine Art Gleichberechtigung gegeben. Nun, an die Leistungen mit Gesunden Trainierten zu kommen ist schwer aber ich versuche es ;-).


Letztes Jahr habe ich den Col du Tourmalet 2115 Meter angegriffen und immer wenn ich dachte es geht nicht mehr habe ich mir gesagt: Denk an Besi - Rad statt Rollstuhl und habe es geschafft.:-)


Was ich sagen will, ist dass Deine Aktionen mir sehr sehr viel Mut machen und da die MS ja antriebslos und mutlos macht, ist es gut zu sehen das es da jemanden gibt der die gleiche Krankheit hat und; „macht es einfach“. Bei Romeo & Julia heisst es: "Ich biet’ euch Trotz, ihr Sterne! –„ Und das machst Du.
Ich komme aus Neubrandenburg hier gibt es seit diesem Jahr die MSR also „Die Mecklenburger Seen Runde“ es sind 300 Km.

Dieses Jahr konnte ich nicht mitfahren weil ich noch am Theater war und abends Vorstellung hatte - aber nächstes Jahr werde ich mitfahren und wenn ich denke es geht
nicht mehr, dann sage ich mir denk an Besi - Rad statt Rollstuhl :-).

Mal sehen ob ich es schaffen werde ist ja auch eine Frage der Vorbereitung. Deine letzte Aktion hat mir natürlich auch sehr gefallen und es war ein super Beitrag -
Du machst einem viel Mut….. Ich Danke Dir

Grüße Mario Lohmann / Speckhan



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