8. Etappe: Clermont-Ferrand nach St. Flour

Aktuelles vom 23.06.2014


Eine regnerische 8. Etappe hat die Gruppe heute auf dem Weg nach St. Flour erwischt. Viel Regen, lange Aufstiege - und trotzdem ist die Stimmung immer noch hervorragend. Heute ist die zweite Gruppe nur so davongeflogen, erst kurz vor Ende wurde sie von der ersten Gruppe überholt. Alle Achtung! Nun heißt es: Rad putzen, umziehen und aufwärmen!


 

Geschrieben von Rainer Wagenbrenner

Held, Sieger und Mutmacher in einem, das ist unser Rainer Wagenbrenner. Er ist Dialyse-Patient, muss sich jeden Morgen vor dem Start eine Dialyse machen und dann geht´s ab auf´s Rad. Heute war es  für Ihn besonders schwer. Beim Start Regen, zum Glück nicht kalt und dann auch noch 2 sehr lange Anstiege, aber auch heute hat er sich wieder durch gekämpft. Ich bin sicher das er sehr vielen Menschen die sein Schicksal teilen, durch seine Leistung sehr viel Mut machen wird.
Hier nun seine Eindrücke und Empfindungen von der Tour:

Hallo Leute-
die 8. Etappe von Bessi and friends ist zu Ende und ich bin immer noch dabei!!! Ehrlich gesagt wird es für mich von Tag zu Tag anstrengender,aber ich kämpfe mich halt so durch und wenn es einmal ganz dick kommt dann sind da immer noch meine Mitstreiter in der Gruppe, die mir über den ein oder anderen Berg rüberhelfen und ein bisschen schieben ;-)))) !!
Heute hat es beim Start geregnet ,was für ich besonders schwierig ist ,da ich mich auf keinen Fall erkälten darf, aber in der Mittagspause umgezogen und alles war ok!! Am Samstag hatte ich etwas zu kämpfen mit Magenproblemen, aber nach dem Ruhetag am Sonntag war alles wieder im grünen Bereich und es konnte weitergehen! Heute sind wir in einem wunderschönen, typisch französischem Hotel im Zentralmassiv und der Ausblick aus dem Hotelfenster ist atemberaubend!!
 
Vielleicht noch ein paar Worte zu meiner Dialyse: Bis jetzt klappt alles hervorragend und mein Zimmernachbar Ludwig hat sehr viel Geduld mit mir, auch wenn ich morgens und nachts etwas rumkruscheln muss und ihn so um die ein oder andere Minute seines wohlverdienten Schlafes bringe- danke Ludwig!! Am Ende jeder Etappe muss ich dann aber sofort an die Dialyse-ich merke dann richtig wie meine Leistung in den Keller fällt und die Beine immer schwerer werden! Aber eines meiner geliebten Beutelchen und schon geht es mir wieder besser und ich bin bereit für das jeden Abend stattfindende große Fressen!!
 
Also liebe Leidensgenossen- Kopf hoch, es geht viel mehr als ihr alle denkt und auch in unserer Situation ist noch so vieles möglich- das hätte ich vor einem Jahr auch noch nicht geglaubt!
Also Leute – noch vier Tage bis Barcelona- die werde ich auch noch irgendwie überleben und von dort  werde ich mich noch einmal bei Euch melden!
 
Zu guter Letzt möchte ich es aber nicht versäumen mich auf diesem Wege bei allen Helfern zu bedanken, die mir diese Tour überhaupt erst möglich gemacht haben-vielen herzlichen Dank!!
 
Vamoz a l`Espagna!!
Rainer
 
 
Geschrieben von Besi
 
Aufgewacht aus dem Fenster geschaut und es regnet in Strömen. Thorsten kommt aufs Zimmer und sagt die Stimmung ist bescheiden. Manche fragen wegen einem Plan B. Wir entschließen uns aber nach Plan A zu fahren. Die ersten 90 Km Regen, nasse Straßen aber man glaubt es kaum, in beiden Gruppen super Stimmung.
Die 2. Gruppe fliegt fast über den ersten Berg (langer Anstieg mit von mehr als 25KM) die 1 Gruppe läuft auch super und fährt den Berg komplett geschlossen hoch. Mittagsverpflegung in der Abfahrt. Die Helfer warten schon. Heiße Suppe, Kaffee, Nutellabrot und natürlich wie immer vieeeel Haribo.Nicht lange warten sonst kühlt man aus.
Dann geh´s weiter nach einer 12 Km langen Abfahrt wieder 15Km bergauf. 2 Gruppe immer noch nicht in Sicht. Man sind die heute Alle gut drauf!!! Dann steht Güni mit Defekt am Straßenrand. Wir sollen weiter fahren. 2 Gruppe immer noch nicht in Sicht, trotz Tempo 40KMH. Nach einer Abbiegung auf eine sehr enge kleine Straße und einem kleinen Anstieg sehen wir dann die 2 Gruppe am Straßenrand stehen.
Gregor hat Defekt, Kette kaputt, aber trotzdem bekommen wir eine Laolawelle und liebe Grüße. DAS IST HALT DER TEAMSPIRIT!!!!!!!!. Schade wir wären so gerne zusammen in SAINT FLOUR eingefahren.
 
Vielleicht gelingt es uns ja Morgen. Als wir dann im Hotel ankamen, hat unser Helferteam schon Eimer mit Lappen und Spüli für die Radreinigung bereit gestellt. (sehr wichtig nach einer Regenetappe).
Jetzt sind die Räder gereinigt, geölt und bereit für Morgen. Wir waschen unsere Klamotten, duschen uns und dann geht ab in die Altstadt.
 
Einen schönen Tag noch und bis Morgen
Euer Besi


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