10. Etappe: Albi nach Foix

Aktuelles vom 25.06.2014


Nach der langen und bergigen Tour gestern, gab es heute eine "Rolleretappe" nach Foix. Aber nach 10 Tagen auf dem Rad, tut auch bei einer eher leichteren Etappe der Hintern genauso weh wie bei anderen Etappen! Nichtsdestotrotz ist der Teamzusammenhalt nach wie vor bemerkenswert, jeder untersützt den anderen und wenn einer mal nicht den Berg hinaufkommt, wird er einfach hoch geschoben! 


 

Geschrieben von Monika Reker

Heute schreibt Euch Monika (Moonreker), auch Sie ist eine Kämpferin vorm Herrn!! Sie hatte letztes Jahr einen schweren Sturz mit dem MTB und verletzte sich an ihrer Schulter. Nach Behandlungsfehlern usw. hat sie bis heute erhebliche Einschränkungen. Jeden Tag Schmerzen, taubheits Gefühle im Arm und in der Hand, kann kaum aus dem Sattel gehen und auch am Lenker nicht richtig ziehen. Ein beeindruckende und einfach nur super Leistung unserer Piratenfrau. Eine sehr große Bereicherung des gesamten Teams.

Nach der langen und bergigen Tour von gestern, gab es heute eine etwas flachere Etappe nach Foix an den Fuß der Pyrenäen. Nach der Hitze und Anstrengung von gestern waren auch alle froh einmal etwas lockerer zu rollen. Für mich war die Etappe gestern sehr grenzwertig. Ich bin schon morgens mit einem komplett tauben linken Unterarm gestartet und konnte damit nur schwer das Rad kontrollieren, mal ganz abgesehen vom Bremsen.
Die lange Fahrtdauer von über 8 Stunden und das lange Aufstützen haben mich schon an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Trotzdem war der Besenwagen für mich keine Option. Das Team hat mich super unterstützt und motiviert weiter durchzuhalten. 
 
Die letzten 11 km vor dem Ziel waren echte Quälerei für mich, im Ziel war ich muskulär so verspannt, die Schulter schmerzte und ich konnte mir nicht einmal selbst den Handschuh ausziehen. Aber trotzdem durchgefahren – jeder Kilometer zählt !!! Heute morgen war dann zwar noch immer der Unterarm taub, aber nicht die Hand und so lief die Tour super, ich hatte richtig Spass am Berg und die Stimmung in der 2. Gruppe ist eigentlich immer gut. Jeder unterstützt jeden, wer nicht mehr kann, wird unterstützt, egal ob mental oder durch anschieben am Berg.
 
Der Spass kommt auch nicht zu kurz und so wird der nächste Brunnen auch schon mal zum Duschen genutzt. Wenn ich jetzt aus den Fenster schaue, sehe ich die beeindruckenden Pyrenäen. Morgen fahren wir Richtung Spanien über sie hinweg. 125 km bergauf – Wahnsinn. Aber wir sind alle so weit gekommen, wir schaffen auch das. In dem Team sowieso!!! Danke an alle, die mir diese unglaubliche Tour ermöglichen – vom Helfer bis hin zu jedem einzelnen Teilnehmer. Ihr seid großartig!
 
 
Geschrieben von Besi
 
Heute schreibt Euch wieder mal der Besi. Nach dem Frühstück sind wir mit 1 Stunde Abstand (2 Gruppe 8 Uhr / 1 Gruppe 9 Uhr) zu dem Ort Foix aufgebrochen. Es sollte eine entspannte Etappe werden, damit Alle Kräfte für Morgen sammeln können. Die Stimmung beider Gruppen ist hervorragend und der Teamspirit super. Wer jedoch denkt es ist ein Kinderspiel nach so vielen Etappen 143KM mit 1600 Hm zu fahren, der sollte es weiß Gott mal selbst fahren. Auch heute haben wir wieder auf unseren Christian T. verzichten müssen (immer noch Montezuma-Rache / total platt). Fehlt uns wirklich sehr. Nach einem ständigen bergauf und bergab mit sehr rauen Asphalt (fast so bescheiden wie in Kanada) sind wir dann Alle gut und glücklich in Foix angekommen.
 
UND NUN SEHEN WIR SCHON WAS AUF UNS MORGEN ZU KOMMT!!!!!!
 
Wir sind am Fuße der Pyrenäen, können schon die schönen hohen Berge sehen. Wir haben über 30 Grad, stark bewölkt und total schwül. Das wird bestimmt eine sehr große Herausforderung Morgen, aber ich bin jetzt wirklich sicher das wir es Alle schaffen. WIR SIND SCHON EIN WILDER VERRÜCKTER HAUFEN!!!
Für Morgen ist der Abfahrtstermin auch schon geändert. Frühstück gibst schon ab 6:30Uhr, die 2 Gruppe fährt um 7:30Uhr / die 1 Gruppe um 8 Uhr (wir wollen ja vielleicht noch das D-Spiel mitbekommen).
 
Also drückt uns für Morgen bitte All die Daumen und denkt einfach mal an uns / wunde Ärsche,  schmerzende Gelenke/Beine/Rücken usw. und trotzdem wird gelacht und sogar ab und zu bei einem langen Anstieg gesungen.
 
Bis Morgen in Spanien nach dem Ritt über die Pyrenäen
 
Euer Besi   


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